Über die Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 berichtet der CDU-Landtagsabgeordnete Dirk Landau aus Wiesbaden:

"Die hessische Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2017 zeigt erfreuliches auf. Hessen ist eines der sichersten Bundesländer in Deutschland. Mit einer weiteren Steigerung der Aufklärungsquote, einer insgesamt deutlich gesenkten Anzahl an Straftaten und dabei insbesondere eine deutliche Reduzierung der Anzahl der Wohnungseinbrüche sprechen für die von der CDU geleistete Politik im Bereich der Inneren Sicherheit.

Die Statistik zeigt, dass die Anzahl der Straftaten in Hessen im vergangenen Jahr auf dem niedrigsten Stand seit fast 40 Jahren gesunken ist. Landesweit wurden 375.632 Straftaten erfasst, was einem Rückgang von rund 9% zum Vorjahr entspricht. Mit 62,8% weist das Jahr 2017 zudem die höchste Aufklärungsquote seit der Einführung der Kriminalstatistik 1971 auf.

Auch wir im Werra-Meißner-Kreis profitieren von der guten Polizeiarbeit, wie die hohe Aufklärungsquote zeigt. Mit 62,5% blieb die Aufklärungsquote fast unverändert hoch im Vergleich zu 2016. Mit dieser hohen Quote nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen einen Spitzenplatz in Hessen ein und zeigt zudem, dass die Polizei ein verlässlicher Partner für die Bewohner des Werra-Meißner-Kreises ist.

Erfreulich ist ebenso, dass die Häufigkeitszahl, d.h. die Anzahl der registrierten Delikte berechnet auf 100.000 Einwohner, sich auch weiterhin positiv entwickelt. So lag diese 2016 bei 4536 pro 100.000 Einwohner im Werra-Meißner-Kreis. Dies ist im Vergleich zu 2009 mit 5541 und 2012 mit 5228 eine gute Entwicklung.

Betrachtet man die Strafobergruppen für den Werra-Meißner-Kreis in 2017 zeigt sich, dass mit 24,8% die Gruppe „Sonstige Delikte“ vor der Gruppe „Einfacher Diebstahl“ mit 21,21% und mit 16,9% der Gruppe „Vermögensdelikte“ liegt.

Ein deutlicher Anstieg ist bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zu verzeichnen. So kamen 2017 insgesamt 138 Straftaten zur Anzeige. Im Vergleich zu 2016 mit 63 Straftaten bedeutet dies eine Zunahme von 119%. Jedoch konnte die bereits sehr hohe Aufklärungsquote von 92,1% in 2016 auf 94,9% in 2017 weiter erhöht werden. Betrachtet man diese Straftaten auf Hessen zeigt sich auch dort ein deutlicher Anstieg. So wurde hessenweit mit 3866 Fällen gegen die sexuelle Selbstbestimmung ein anstieg von 669 Fällen verzeichnet. Dieser Anstieg lässt sich durch eine Verschiebung der Fallzahlen zwischen Deliktsarten aufgrund einer Gesetzesänderung im Sexualstrafrecht erklären. Durch die Reform des §117 StGB (sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung) ist ein „Nein“ des Opfers nunmehr ausreichend, damit sexualisierte Gewalt bestraft werden kann.

Im Bereich der Wohnungseinbruchdiebstähle konnte im Werra-Meißner-Kreis 2017 erneut ein Rückgang verzeichnet werden. So liegt die Anzahl der 62 Wohnungseinbruchdiebstähle von 2017 wieder deutlich unter den noch im Jahr 2015 verzeichneten 109 Fällen. Ebenso konnte die Aufklärungsquote auf 27,4% erhöht werden. Auch Landesweit ist ein deutlicher Rückgang in den Fallzahlen zu vermerken. So sanken die Wohnungseinbruchdiebstähle auf den tiefsten Stand seit 2010.

Ein leichter Anstieg ist in der Kinder- und Jugendkriminalität im Werra-Meißner-Kreis zu verzeichnen. Wurden in 2016 noch 248 Kinder und Jugendliche ermittelt, waren es im vergangenen Jahr 264 Tatverdächtige. Die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen stieg damit von 11,3% auf 13,2% an. Die begangenen Delikte fallen dabei vor allem in die Bereiche der Körperverletzung, des Diebstahls und der Sachbeschädigung.

Insgesamt zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2017 ein erfreuliches Bild. Die Arbeit unserer Polizei ist ein maßgeblicher Einflussfaktor für die Lebensqualität in Hessen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Menschen in Hessen auch weiterhin gut und sicher leben können. Mein besonderer Dank gilt den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Werra-Meißner-Kreis, wie auch in ganz Hessen für die Arbeit, die sie tagtäglich leisten."

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